Bauliche Veränderungen und Aktivitäten am SVB-Sportgelände

Unmittelbar nach der Gründung unseres Vereins wurde im Jahre 1946 in Eigenarbeit der Vereinsmitglieder ein Sportgelände erstellt. Mit Spitzhacke und Schaufel wurde ein Wiesenplatz im Gewann „Buckritz“ hergerichtet, auf dem die Dorfjugend dem Fußballspiel fröhnte. Im Laufe der Jahre wurden dann immer wieder Mutterboden und Sand angeschüttet, um das Spielfeld in einigermaßen bespielbarem Zustand zu halten.

Den Verantwortlichen Hermann Göppert (1. Vorsitzender) und Josef Schilli (2. Vorsitzender) und vielen Idealisten gelang es bereits im Jahre 1956, also zehn Jahre nach der Vereinsgründung, ein für damalige Verhältnisse beispielhaftes Sporthaus mit Tribüne, einem Umkleide- und Duschraum sowie einem Aufenthaltsraum in Eigenarbeit fertigzustellen, welches im Anschluß an einen Feldgottesdienst durch Herrn Pfarrer Hermann Ebi eingeweiht wurde.

 

Die nächste größere Baumaßnahme wurde im Jahr 1967 unter dem damaligen 1. Vorsitzenden Josef Faißt mit der Montage einer Flutlichtanlage mit sechs Masten und acht Strahlern durchgeführt. Die Kosten für diese Anlage beliefen sich auf ca. 8.000,00 DM. Die Lichtverhältnisse erwiesen sich nach Inbetriebnahme jedoch als nicht ausreichend, so dass bereits an eine Erweiterung der Anlage gedacht wurde. Um die Verletzungsgefahr im Training zu verringern und auch um die Möglichkeit zu Trainingsspielen unter Flutlicht zu schaffen, wurden Anfang 1976 vier zusätzliche Breitstrahler mit je 2.000 Watt angebracht.

Bedingt durch einen immer umfangreicheren Trainings- und Spielbetrieb mit zwei Senioren- und mehreren Jugendmannschaften wurde das alte Grasspielfeld so strapaziert, dass es den Anforderungen nicht mehr weiter standhielt. Obwohl die Fußballer immer wieder viele Stunden ihrer Freizeit opferten, um den Fußballplatz in einigermaßen bespielbarem Zustand zu halten, ließ die schlechte Untergrundbeschaffenheit des Spielfeldes mit der Zeit kaum noch wesentliche Verbesserungen zu. Die damalige Vorstandschaft war somit zum Handeln gezwungen. In der theoretischen Phase des Fußballplatz-Neubaus rückte die Frage „Hartplatz oder Rasenplatz“ in den Vordergrund. Während die Fußballer zum Rasenplatz tendierten, zeigte der Verstand der Verantwortlichen und die negativen Erfahrungen anderer Vereine eine klare Tendenz zum Hartplatz.
Für den Bau des Hartplatzes im Jahr 1972 setzte sich der damalige 1. Vorsitzende Otto Schappacher besonders ein. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Berghaupten wurde beschlossen einen Hartplatz zu errichten. Da das geplante Sportzentrum neben der Turn- und Sporthalle nicht verwirklicht werden konnte, wurde das bisherige Spielfeld von der Firma Vogel, Offenburg, bearbeitet und an gleicher Stelle der neue Hartplatz angelegt. Nach rund dreiwöchiger Bauzeit konnte am 01. Oktober 1972 das erste Spiel auf dem Hartplatz ausgetragen werden.
Um das Spielfeld, das durch die vielen Mannschaften stark strapaziert wurde, in einwandfreiem Zustand zu halten, stellte die Gemeinde dem Sportverein einen Kleintraktor mit Sportplatzpflegegerät zur Verfügung.

Nachdem im Jahre 1973 die Innenräume des alten Sporthauses renoviert wurden, auf dem sanitären Sektor Verbesserungen jedoch nicht mehr ohne größere Investitionen möglich waren, entschlossen sich Bürgermeister Josef Kern und der Gemeinderat dem Sportverein die finanziellen Mittel inclusive eines Zuschusses des Landes Baden-Württemberg zur Verfügung zu stellen, damit ein neues Sporthaus in Eigenarbeit der Vereinsmitglieder erstellt werden konnte. Im März 1975 konnte mit den Aushubarbeiten begonnen werden und bereits nach vier Monaten war der Rohbau erstellt. Das neue Clubhaus wurde im Jahr 1978 von Pfarrer Hermann Ebi eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Eine Vergrößerung der Gasträume im Jahr 1984 bedeutete eine weitere Verbesserung der räumlichen Gegebenheiten. Darüber hinaus wurde bereits zu Beginn der 80er Jahre in Eigenleistung der SVB-Mitglieder ein Gerätehaus mit Toilettenanlage und einem kleinen Schankraum errichtet.

Trotz der Freude über das neue Sporthaus ließ sich der Traum der Fußballer von einem Rasenspielfeld nicht verdrängen. Im Hinblick auf die Kosten einer solchen Maßnahme und mit Rücksicht auf wichtigere gemeindliche Vorhaben, lag der verständliche Wunsch nach einem Rasenplatz einige Jahre auf Eis.
Mit der Zeit reiften die Pläne den Rasenplatz betreffend und nahmen konkrete Formen an. Nachdem vom Land Baden-Württemberg eine Zuschußzusage gegeben wurde und die 1. Mannschaft nach einigen Anläufen im Jahr 1982 die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Kreisliga A erreichte, rückte die „Vision“ Rasenplatz in greifbare Nähe.
Nach Klärung der Standortfrage – oberhalb des Hartplatzes – wurde das notwendige Gelände von der Gemeinde gekauft bzw. getauscht und die Architekten Gerhard A. Lehmann, Gengenbach, und Winfried Eidel, Offenburg, mit der Planung beauftragt. Das jetzige Rasenspielfeld selbst mit einer Sitztribüne, welche 250 Zuschauern Platz bietet, wurde ergänzt durch ein leichtathletische Anlage, die sich aus einer 100-Meter-Bahn, Weitsprunganlage und Kugelstoßring zusammensetzt und sowohl von der Grundschule als auch dem Freizeitsport zugänglich ist. Zum Zwecke der Beregnung der Fußballfelder und der Tennisplätze wurde eine Filterrohrbrunnen gebaut. Die feierliche Einweihung und Übergabe des neuen Rasenspielfeldes erfolgte im Juli 1985.

SVB-Bruder-Seiler-1985

 

Im Jahr 1988 wurden die bestehenden Flutlicht-Rohrmasten erhöht, neue Beleuchtungskörper montiert und die Elektroinstallation der bestehenden Flutlichtanlage komplett erneuert. Seitdem sind für unsere Fußballer optimale Lichtverhältnisse für den Trainings- und Spielbetrieb gegeben. Zur Finanzierung wurde eine Spendenaktion bei den Mitgliedern durchgeführt. Weitere Zuschüsse gewährten die Gemeinde Berghaupten sowie der Badische Sportbund in Freiburg.

Unter tatkräftiger Mitwirkung aller Senioren- und Jugendmannschaften konnte im Jahr 1999 ein Rasentrainingsfeld angelegt werden, wodurch der Trainingsbetrieb auf dem Rasenplatz in der Folgezeit eine deutliche Entlastung erfuhr.

Bedingt durch den Orkan „Lothar“, der am 2. Weihnachtsfeiertag des Jahres 1999 über Süddeutschland hinwegfegte, knickten mehrere Flutlichtmasten ab und machten somit Widerinstandsetzungsarbeiten an der Flutlichtanlage im darauffolgenden Frühjahr erforderlich.

Am bestehenden Gerätehaus wurde im Jahr 2000 durch die Firma Konrad Kälble, Gengenbach-Bermersbach, ein Vordach angebaut. Darüber hinaus wurde in Eigenregie die Fläche zwischen Clubhaus, Gerätehaus und Rasenplatz gepflastert.

Im Jahre 2003 musste die defekte Heizungsanlage im Clubhaus erneuert werden. In der Diskussion über die drei von der Gemeindeverwaltung vorgeschlagenen Alternativen zur bestehenden Ölheizung in Form von Gas, Holzscheit- bzw. Holzpelletheizung sprachen sich die Mitglieder des Gemeinderats einstimmig für die Variante Gas aus.
Dabei wurde vorübergehend bis zu einem späteren Anschluß an die Erdgasleitung ein Flüssiggastank zwischen Tennisplatz und Bellenwaldstraße aufgestellt. Die ausgewählte Gastherme der Fa. Heizungsbau Armbruster, Berghaupten, soll zu einem späteren Zeitpunkt mit einer Solaranlage zur Warmwasseraufbereitung ergänzt werden.

Entlang des Rasenspielfeldes wurde durch die Gemeinde Berghaupten ein Bolzplatz angelegt, der im Jahre 2004 durch Bürgermeister Jürgen Schäfer offiziell an die fußballbegeisterte Berghauptener Jugend übergeben wurde.

In den Jahren 2004/2005 erfuhr der Gastraum des Clubhauses eine komplette Neugestaltung (Umstrukturierung des Thekenbereiches; Boden neu gefliest).

Im Zuge der Fertigstellung der Baumaßnahme „Ausbau der Bellenwaldstraße und Verlegung des Dorfbaches“ durch die Gemeinde Berghaupten, wurde im Jahr 2005 der Parkplatz durch die Firma Knäble, Biberach, sowie tatkräftiger Mithilfe der Mitglieder des SVB und des Tennisclubs komplett neu gestaltet.

Im Sommer 2005 wurde in Richtung des Parkplatzes ein Anbau an das Clubhaus getätigt, wodurch zum einen für den Küchenbereich und zum anderen für den laufenden Sportbetrieb zur Lagerung von Trainingsutensilien zusätzlich Platz geschaffen werden konnte.

Bedingt durch den Neubau der Nordspange, welche am 17. Dezember 2007 für den Verkehr freigegeben wurde, errichtete die Stadt Gengenbach als Bauherr dieses Projektes einen Ballfangzaun am Hartplatz.

In der Woche vor dem zweiten Aufstiegsspiel zur Landesliga gegen die Sportvereinigung Ottenau im Juni 2009 wurden die neuen Auswechselkabinen übergeben.
Bürgermeister Schäfer konnte hierbei die Sparkasse Gengenbach als Sponsor gewinnen. Der Materialwert lag lt. Sparkassendirektor Thomas Laubenstein bei rund 3.000,00 Euro.
Der SVB übernahm in Eigenarbeit den Aufbau samt Erweiterung der Bodenplatten. An den alten Holzhäuschen, die deutlich kleiner waren, hatten die Zähne der Zeit zu sehr genagt.
Über die Unterstützung der Sparkasse Gengenbach freuten sich auch Vorsitzender David Napolitano und Frank Kofler.

Ein weiterer Meilenstein in der Vereinsgeschichte des SVB ist mit dem Um- und Erweiterungsbau des Clubhauses in den Jahren 2015/16 in Erfüllung gegangen – ein Projekt, das den SV Berghaupten extrem gefordert hat.

Es wurde auf das bestehende Gebäude eine neue Brettstapeldecke eingebaut. Das Pultdach ist aus Sandwich Dachpaneele. Die Wände in Holzständerbauweise mit Faserzementfassade erstellt und es wurde eine neue Heizung mit Solarunterstützung eingebaut.

Die Gesamtfläche des Clubhauses beträgt 645 qm. Der Bestand aus 260 Quadratmeter, 50 Quadratmeter Terasse, Neubau mit 255 Quadratmeter und 80 Quadratmeter Balkon.

Die Finanzierung erfolgte durch Zuschüsse der Gemeinde Berghaupten und des Badischen Sportbundes, die Aufnahme eines Darlehens durch den SV Berghaupten, Eigenmittel, Spenden und Eigenleistungen.

Am 23. und 24. Juli 2016 feierte der SVB sein 70jähriges Vereinsbestehen in Verbindung mit der Einweihung und Übergabe des erweiterten und renovierten Clubhauses. Präsident Robert Harter bedankte sich insbesondere bei Bruno Hertle und Jürgen Bauer für deren Engagement bei den Baumaßnahmen.

Harter-Hertle-Bauer

 

Die Sportanlage des SV Berghaupten aus der Vogelperspektive:

 

TJ_unterschrift

(Thomas Junker)